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Ich hatte eine Farm in Afrika.......

.... wer kennt ihn nicht, den fesselnden Erlebnisbericht von Tania Blixen. Eine Dichterin aus Dänemark, die von 1913 bis 1932 auf einer Farm in der Nähe von Nairobi wohnte.

Wer einmal in Kenya war, wird verstehen warum es uns immer wieder dorthin zurückzieht. Nicht nur die wunderschöne Natur , sondern auch die freundlichen Menschen machen Kenya für uns zum Urlaubsland Nr.1.

Reisetipp:

Starten Sie in Mombasa und beginnen Sie mit einer Stadtbesichtigung. Hier ist der Gewürzmarkt,
Fort Jesus(Alte Festung am damals wichtigsten Handelshafen der ostafrikanischen Küste), die Stoßzähne an der Moi Avenue (Pflicht für Mombasabesucher... aber nicht sehenswert),
und der alte Dhau-Hafen zu empfehlen.
An Souveniers und Stadtführer wird es nicht fehlen, aber vergessen Sie das handeln nicht. Man braucht aber nicht unbedingt einen Reiseführer... übrigens hat es schon etwas mit Survival zu tun, ohne Reiseführer durch diese Stadt zu wandern.

Anschließend gehts zum Bahnhof. Von dort fahren wir mit dem Nachtzug nach Nairobi. Es ist ratsam die Bahntickets vorher zu bestellen, da der Zug maßlos überfüllt ist. Wer kein Ticket bekommt kann auch mit den Bussen oder Matatus( Kleinbusse für 10 Personen, meistens fahren 20 Personen mit Gepäck mit ) fahren. Die Zugfahrt dauert 14 Stunden, die Fahrt mit den Matatus auch schonmal 2 Tage.
Wenn Sie mit dem Zug erster Klasse fahren bekommen Sie ein gutes Abendessen im Zugrestaurant mit original englischem Tafelsilber aus der Kolonialzeit. Anschließend ist ihr Schlafabteil hergerichtet. Mit dem Schlafen wird es schwierig, da der Zug an jedem Bahnhof pfeift. Kleiner Tipp: Versuchen Sie es Abends doch mal mit ein paar Flaschen Tusker (Bestes Bier in Kenya) oder eine paar Gläschen Papayawein.
Am Morgen können Sie sich dann im Speisewagen stärken. Ein gutes Frühstück mit Kaffee, Weißbrot und Marmelade. Dazu die wunderschöne Aussicht. Wenn Sie Glück haben sehen Sie schon Zebras und Antilopen.

Morgens um 9.00 Uhr kommen Sie in Nairobi an. Die Stadtbesichtigung folgt etwas später, denn zuerst sollten Sie  versuchen zum Hauptbusbahnhof zu gelangen. Die Railway Station befindet sich im südlichen Teil des Zentrums.
Sie müssen in den östlichen Teil des Zentrums zum Hauptbusbahnhof. Von hier aus nehmen Sie einen Bus oder Matatu in Richtung Nakuru ( A104 Trans-African-Highway). Die Straßenkriminalität in Nairobi ist sehr hoch. Wer unsicher ist, sollte ein Taxi nehmen.

Wenn Sie auf der A104 in Richtung Nakuru fahren, passieren Sie das Rift Valley. Wer Zeit hat, sollte in Gilgil am Polizeikontrollpunkt die A104 verlassen und auf der alten Hauptverkehrsstraße in Richtung Kariandusi fahren. Hinter der Abzweigung nach Kariandusi gelangt man wieder auf den Highway. Einmal in Nakuru (Kenyas viertgrößte Stadt) angekommen, sollten Sie natürlich den Lake Nakuru besuchen. Übernachten Sie eventuell hier.
Weiter gehts nach Kisumu (drittgrößte Stadt Kenyas).
Übernachten Sie hier und genießen Sie  die Aussicht auf den Lake Victoria . Info: Sie können auch mit dem Zug von Nairobi nach Nakuru fahren. Doch wer Land und Leute kennen lernen will, sollte mit dem Matatu oder Bus fahren.

Am nächsten Morgen fahren Sie mit dem Bus von Kisumu über Shinyalu zum Kakamega Forest.
Im Missionarszentrum (Rondo Retreat Centre) kann man wunderbar übernachten. Aber bedenken Sie, das es keinen Strom gibt. Man fühlt sich, als wäre man in einer Zeitmaschine ins letzte Jahrhundert gefahren... wunderschön !!! Wenn Sie Glück haben zeigt Ihnen ein Einheimischer den wunderschönen Regenwald.

Am nächsten Morgen gehts über Eldoret zum Lake Baringo. Es ist einer der beiden Süßwasserseen im Rift Valley.Erkundigen Sie sich, wie die Matatus oder Busse fahren. Eventuell müssen Sie umsteigen.Weiter gehts zum Lake Bogoria und wieder zurück nach Nakuru. Hier finden Sie auch die heißen Quellen, die auf dem Bild zu sehen sind. Sie werden hier irgendwo übernachten müssen. Versuchen Sie es am besten an einem der Seen. Tipp: Mückenschutz nicht vergessen !!!

Weiter gehts nach Nairobi. Hier sollte man das Tania Blixen Museum besuchen (Teile von Out of Africa wurden hier gedreht). Wer afrikanisch essen möchte, geht ins Karnifore. Es ist ein Restaurant, dass gegrillte Fleischsorten anbietet ( Krokodil, Antilope, Zebra usw.) .Die Kellner kommen mit riesigen Spießen an den Tisch.  Wenn man genug gegessen hat,  wirft man ein Fähnchen um... dann kommen die Kellner nicht mehr.

Hier ist unsere Reise beendet. Je nach Lust, Zeit oder Reisekasse können Sie nach Mombasa reisen
( Flug mit Kenja Airways, mit dem Zug, Bus oder Matatu), oder Sie fliegen direkt Heim ( z.B. mit British Airways)

KWA  HERI  YA  KUONANA - AUF WIEDERSEHEN UND BIS BALD

Hinweise:
Diese Reiseroute ist mit Abstand die schönste Route in Kenya gewesen. Auch wenn sie ständig unter Menschen sind... Kenya auf eigene Faust ist nichts für Pauschalreisende. Denken Sie daran, dass Sie als Mzungu ( Europäer) immer auffallen...
Auf die Safariparks wurde verzichtet. Wer in die Masai Mara will, sollte diese Tour mit Private Safaris Nairobi machen. Mit einem PKW bleibt man nur stecken und die ,,Big Five” sieht man ohne Guide auch nicht.

Bedingt durch Armut, versucht natürlich jeder Einheimische mit Ihnen Geschäfte zu machen. Handeln Sie ruhig, aber achten Sie darauf, dass der Händler nicht sein Gesicht verliert.

Auch wenn die Tour wie eine kleine Rundreise klingt, es sind mehrere Tausend Kilometer ( Mombasa - Kisumu =über 1000 km). Sie werden für diese Route je nach Verkehrsmittel mindestens 10 Tage brauchen. Besorgen Sie sich eine gute Landkarte und informieren Sie sich über die Abfahrtszeiten der Verkehrsmittel. Denken Sie daran: In Kenya tickt die Uhr anders .... Pole Pole (langsam, mit Ruhe)